Freitag, 03. September 2010
Entgegen erster Aussagen tritt nach der Explosion auf einer Ölplattform kein Öl aus. Inzwischen konnten alle Feuer gelöscht werden. Alle Arbeiter haben überlebt.
Man hätte gegen Ende der Sarrazin-Woche natürlich durchatmen und über den Zustand des Landes streiten können, über kulturelle Differenzen oder die Not der Schulen mit türkischen und arabischen Kindern. Nichts da, Maybritt Illner ist im „Kampf der Kulturen“.Donnerstag, 02. September 2010
Das Kunstmuseum Bochum vermisst die Landkarten islamischer Kunst und zeitgenössischer Kunst aus islamisch geprägten Ländern neu. Der überraschende Fluchtpunkt sind Migranten des Ruhrgebiets.Ist die Umwelt tatsächlich stärker als die familiäre Genidentität?
Seit ich mich für Nachrichten interessiere, wird im Nahen Osten entweder Krieg geführt, Waffenstillstand geübt oder werden Friedenverhandlungen zelebriert.
Jetzt sind wieder Friedensverhandlungen angesagt.
Mein Eindruck von der letzten Israel-Reise: Eigentlich hat niemand wirklich ein Interesse daran, etwas am Status Quo zu ändern. Denn mit diesem lebt es sich derzeit nicht schlecht. Es herrscht ein vielschichtiges und austariertes System der angespannten Ruhe.
Wird da nur etwas geändert, wackelt der ganze Haufen wie beim Mikadospiel. Niemand will den Haufen wackeln sehen.
Wir waren auf jeden Fall überrascht, dass in der Westbank - wir waren in Ramallah, Jericho und Bethlehem - genau so viel gebaut wird, wie auf israelischer Seite. Und wir hatten auch nicht den Eindruck, dass die Palästinenser in Ramallah weniger gut zu leben hatten, als die israelischen Araber (die sich seit geraumer Zeit ebenfalls als Palästinenser bezeichnen) in Jaffa.
Fakt ist, dass alle ihr Feindbild haben, dank dem von den schwelenden Problemen untereinander ablenkt werden kann.
Beispielsweise haben die Israelis ein echtes Problem mit der überdurchschnittlich wachsenden ultra-orthodoxen Bevölkerung. Haredi-Ehepaare haben fünf, sechs Kinder, ich habe noch nie derart viele schwangere Frauen mit kleinen Kinder im Schlepptau gesehen wie in Jerusalem.
Das Problem dabei: Rund 70% der Haredi-Männer gehen keiner Arbeit nach, weil sie ihr Leben mit Beten verbringen. 60% der Familien leben in Armut (was man sieht), leben von der Sozialfürsorge und vom Kindergeld. Die Haredis stellen 10% der israelischen Bevölkerung (israelische Araber 18%).
Ihr Einfluss auf das tägliche Leben, besonders in Jerusalem, ist nicht zu unterschätzen. Beispielsweise sind sie dabei, die Segregation nach Geschlechtern in Bussen durchzusetzen. Frauen steigen hinten ein und die Männer vorne. Die im nächsten Frühling in Betrieb gehende neue Strassenbahn soll mit separaten Wagons für Männer und für Frauen durch die Stadt fahren.
Als ich in Israel war, las ich bei Haaretz einen Onlinebericht, wonach Israels Notenbankchef Stanley Fischer anmahnte, das Land könne sich die Arbeitsverweigerung nicht länger wird leisten. Er wies darauf hin, dass bereits im Jahr 2030 die arabischen Israelis und die Ultraorthodoxen Juden die Bevölkerungsmehrheit stellen werden. Israels Geburtenrate liegt bei 2.75 (!) Kindern und ist weltweit die höchste unter den Industriestaaten.
Oder nehmen wir die Siedlungen rund um Jerusalem, auf die unser arabischer Taxifahrer (israelische ID, jordanischer Pass), mit dem wir zwei Tage unterwegs waren, immer wieder hinwies. Niemand kann sich vorstellen, dass diese auf strategischer Hügellage gebauten Aussenquartiere/Stadtviertel je geräumt werden.
Amjad ging beten, als wir uns mal kurz aufs Tote Meer legten. Er steht auch jeden Morgen um vier Uhr auf, um sein Morgengebet zu verrichten.
Wir für die orthodoxen Juden der die Tora und der Talmud ist für ihn der Koran wortwörtlich zu nehmen. Während wir kurz bei Wikipedia um ein paar Infos zum Toten Meer zu holen, erklärte Amjad uns die Geschichte von Sodom und Gomorrah. Für ihn war dies die einzige mögliche Erklärung, schliesslich heisst die Salzpfütze in seiner Sprache "Meer des Lot".
Das Grundproblem im Nahen Osten ist kein politisches sondern ein religiöses.
Vor vier Jahren starb der Schweizer Filmemacher Daniel Schmid. Jetzt kommt ein anrührender Dokumentarfilm über sein Leben und seine Ideen ins Kino. Von Anke Leweke
Jede Woche stellen Autoren auf ZEIT ONLINE ihre Werke vor. Diese Woche liest Michael Kleeberg aus seinem neuen Roman.
Wer sein Gehirn trainiert, kann das Alzheimerleiden bremsen. Doch später verläuft die Krankheit sogar schneller, wie eine neue Studie zeigt. Von Hartmut Wewetzer
Im idyllischen Inzell bietet Gottfried Bresink Seminare zur Welterklärung an. Der Guru verspricht seinen Anhängern Heilung, Wahrheit und Liebe. Auch den Freitod einer Teilnehmerin seiner Glaubensgemeinschaft kann er erklären.Der Klimapriester und die Presse
von Ansgar Lange
Der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore ist eine Art Säulenheiliger des Klimaschutzes. Insbesondere in Deutschland ist er beliebt. Die Deutschen lieben halt amerikanische Politiker, denen sie bedenkenlos ein hilfloses und putziges Robbenbaby zur Pflege überlassen würden. Handfesteren Typen, die dem Steuerstaat wie dem Terrorismus den Kampf ansagen und für das Existenzrecht Israels eintreten, sind sie weniger gewogen. Wenn ein solcher Strahlemann mal einen Abstecher in die vermeintliche Provinz, zum Beispiel ins schöne Sauerland macht, dann lässt er die Maske fallen. Und wie geht die Geschichte? Al Gore, unser weißer Ritter und tadelloser Ehemann von Tipper Gore, soll am Freitag, den 3. September, beim Campus Symposium in Iserlohn sprechen. Gastgeber ist die private Iserlohner Hochschule BiTS.
Beim Lesen der „Westfalenpost“ fiel mir vor kurzem bei einer Stippvisite bei den Eltern in Arnsberg das Toastbrot aus der Hand, das Eigelb kleckerte aufs Hemd. Ich stellte mir eine bange Frage: Sollte etwa der gute Gore einfach nur geldgierig und gar nicht grün sein? Bis zu 200.000 Dollar, so vermeldete die stolze Tageszeitung, die im Untertitel auch als „Stimme der Heimat, Echo der Welt“ firmiert, kassierte der Friedensnobelpreisträger von 2007 früher pro Vortrag. Inzwischen dürfte sein Marktwert etwas gefallen sein, doch ein wenig mehr als Spesen dürfte sein Trip ins Carl-Schmitt-Land schon abwerfen.
Was stört die vermeintliche Provinz-Presse denn so stark, dass sie gar nicht gut über den lieben Al zu sprechen ist? Richtig, der Gute möchte die Pressefreiheit etwas aushebeln. Die Vorgaben der Veranstalter an die Journalisten sind eindeutig: „Aufgrund der Pressevorgaben unseres ...
Die neue argentinische Literatur ist erfolgreich aus dem Schatten ihrer Meister getreten. Wir haben die bedeutendsten Autoren des Landes getroffen - Alan Pauls, Samanta Schweblin, Martín Kohan und Martín Caparrós.
Nordrhein-Westfalens Innenminister Jäger hat erstmals eingestanden, dass es kurz vor dem Unglück bei der Loveparade in Duisburg auch Polizeipannen gegeben hat. Absprachen mit dem Veranstalter, um den Besucherzustrom im Griff zu behalten, wurden anscheinend nicht einhalten.
Ist die Umwelt tatsächlich stärker als die familiäre Genidentität? Forscher fanden heraus, dass die genetische Verwandtschaft vermutlich nur in einigen Fällen als die entscheidende Triebkraft der Sozialisation in Frage kommt.
Erst Sonne satt im Juni, dann ein durchwachsener Juli und anschließend ein nasser August - so war es beim Sommermärchen 2006, und so war es auch in diesem Jahr - nur noch ein bisschen schlimmer.
Seine zwölf entscheidenden Gerichte, eine komplette Sammlung von Fotografien sämtlicher Kreationen seit 1987, eine Diskussion seines Menüs: „Food for Thought“ trägt Wissenswertes rund um den Auftritt Ferran Adriàs bei der Documenta 2007 zusammen.
Saskia Frei, neue Präsidentin der Schweizer Sterbehilfeorganisation Exit, über absolute Selbstbestimmung, tödliche Medikamente am Kiosk und ihre Alzheimer-kranke Mutter.
Santiago Sierra verwandelte vor vier Jahren die Synagoge von Stommeln in eine Gaskammer. Der französische Künstler Daniel Buren geht mit dem Austellungsraum zärtlicher um - er zaubert ein Farbenmeer in das Mahnmal.Das Universum braucht keinen Gott: Mit dieser Aussage sorgt Stephen Hawking für Schlagzeilen.
James Cameron macht mit dem „Avatar“ weiter, Henning Mankell setzt Christoph Schlingensiefs Operndorf-Projekt fort und das westfälische Haltern weiß jetzt endlich, dass es römisch abstammt: die FAZ.NET-Kulturnachrichten. Von Peer Teuwsen
Geldgrab oder Chance für Stuttgart? Der Grünen-Politiker Boris Palmer streitet sich mit dem Architekten Christoph Ingenhoven über Deutschlands größtes Bauvorhaben.
Die norwegische Schriftstellerin Maria Parr stellt eine moderne Heldin vor: Tonje! Ihr Buch "Sommersprossen auf den Knien" spielt in der beliebten Idylle Skandinaviens.
Ohne sie wären die besten Designer nichts. Näherinnen machen aus Visionen Wirklichkeit. Wir zeigen Handwerkerinnen stilprägender Modehäuser.
Im zarten Alter von zwei Jahren hat Ardil Rizal mit dem Rauchen aufgehört. Das Kleinkind, welches mit einem täglichen Konsum von 40 Zigaretten einen medialen Aufschrei auslöste, ist laut der Kinderschutzkommission endlich Nichtraucher.Jugendliche in Deutschland lassen sich mit dem ersten Sex heute mehr Zeit als noch vor fünf Jahren.
Bei der Ifa in Berlin preisen die Gerätehersteller das Fernsehen in der dritten Dimension, aber die deutschen Sender sind noch zurückhaltend. Dem dreidimensionalen Heimvergnügen steht nicht nur der Preis im Weg.
An die sechs Millionen Chinesen spielen das Online-Spiel „World of Warcraft“. Kein leichtes Unterfangen, sondern ein dauerndes Versteckspiel mit dem Staat. Der hat nun unter anderem den Rollennamen „Freiheit“ verboten.
Die verschütteten Bergleute in Chile haben ihre erste warme Mahlzeit bekommen: Buletten mit Reis. Sie leben nach einem strengen Tagesplan. Jeder Tag beginnt um halbacht, nach dem Mittagessen wird diskutiert. Lampen sollen jetzt Tag und Nacht simulieren.
Arcade Fire füllen das Berliner Tempodrom mit ihrem Indierock. Noch findet Bono sie toll, doch schon bald könnten sie U2 die Stadien streitig machen.
Die Startrampe vor der Ostseeinsel Bornholm steht. Dänische Tüftler wollen von dort eine selbstgebaute Rakete ins All schießen. An Bord ist ein Dummy. Von A. Schadwinkel
Thilo Sarrazin hatte sich mit seiner These von der Verdummung auf Elsbeth Stern berufen. In der ZEIT antwortet die Intelligenzforscherin in einem Gastbeitrag.
Explosive Mischung am Eröffnungsabend: Darren Aronofsky zeigt in „The Black Swan“ mit Natalie Portman den Horror in der blütenweiße Welt der Tütüs, Roberto Rodriguez hat Stars zum Schund überredet und schwingt in „Machete“ mit ihnen die blutige Klinge. (hpd) Der Sammelband enthält 22 Aufsätze, die Forschungsergebnisse jüngerer Wissenschaftler zu den unterschiedlichsten Aspekten des Antisemitismus präsentieren. Es handelt sich um ein überaus informatives Werk, dessen Inhalt aber weit über den in der Titelgebung gesetzten Schwerpunkt hinausgeht.
Die Diskussion um Wehrpflicht und Zivildienst hat das Freiwillige Jahr in den Fokus gerückt. Das gibt es auch im Kulturbereich. Heute fängt es für viele wieder an.
Das schwüle Ballerinendrama "Black Swan" hat die Filmfestspiele von Venedig eröffnet. Gegen die gedrückte Stimmung vor Ort kam der Film jedoch auch nicht an.
Die amerikanische Ostküste bereitet sich auf die Ankunft des Hurrikans „Earl“ vor. Vorsorglich wurde in den Staaten Virginia, North Carolina und Maryland der Notstand ausgerufen. Das Eintreffen des Sturmes wird am Donnerstagabend erwartet.Die Basler Zeitung hat heute einen Knaller auf Seite 1: Neben dem St. Jakob-Park gleich ennet an der Birs (dort, wo der Kostsport ist), soll eine neue Sport- und Konzerthalle für 15'000 Besucher gebaut werden.
Die Pläne sind quasi baureif fortgeschritten und stammen von einem amerikanischen Architekten. Vorgesehen sind neben der Eventhalle auch ein Hotel und Büro- und Wohnbauten, unter anderem zwei Hochhäuser, davon eines rund 140 Meter hoch (die Herzog-de-Meuron-Pyramide schrumpft zum Zwergbau, die Bauherrschaft hatte bei Meter 71 kalte Füsse bekommen).
Eine satte halbe Milliarde Franken soll der Komplex kosten. 130 Mio. Franken müssten die beiden Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft beisteuern.
Im Idealfall soll die Eventhalle bereits im Herbst 2015 eröffnet werden können.
Schreibt die BaZ.
So, und jetzt sind wir doch mal gespannt, wie sich die beiden Regierungen mit diesem Projekt herumschlagen werden. Und die Parteien, nachdem sie sich vom ersten Schreck erholt haben.
Und wir sind gespannt, aus welchem Lager sich dieses Mal die vereinigten Bedenkenträger sammeln.
Das Projekt der Firma Losinger (gehört zum französischen Bauriesen BOUYGUES) ist der Lackmustest für Basel. Findet die Region die Kraft, ein solches Gigaprojekt politisch, finanziell und dazu noch begeistert zu stemmen?
Ich bin zwar skeptisch, aber man soll die Hoffnung nicht aufgeben. Das wäre mal ein Schub, wenn so etwas in Basel/Baselland realisiert würde.
Mit anderen Worten: Ich bin voll dafür, dass man das Ding baut.
PS: Ja, ich bin seit Montag wohlwollender gegenüber der BaZ eingestellt. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter: Ich bin wieder jeden Tag gespannt, was die heute wieder schreiben.
Dass die Jungsozialisten und Junggrünen und weitere Jungirgendwas gegen den neuen Chefredaktor wettern, ist ja rührend. Aber die lesen doch alle 20Minuten. Der typische BaZ-Leser ist Boykottaufrufer Remo Gysin: So um die sechzig und damit oftmals schon Rentner.
Ein offensichtlich verwirrter radikaler Umweltschützer hat im Hauptquartier des Fernsehsenders „Discovery“ bei Washington drei Geiseln genommen. Er wurde nach rund drei Stunden von der Polizei erschossen.
Thilo Sarrazin hat sich in seinem Buch bemüht, jede Menge Ängste, Falschinformationen, Mutmaßungen und Projektionen zu bewältigen. Die Art und Weise, wie er damit umgeht, lässt auf eine große intellektuelle Einsamkeit schließen. Sie trat bei „Hart aber fair“ deutlich zutage.
In einem Waldstück bei Kassel liegt ein Spielplatz für Erwachsene. Dort dürfen sich Junggebliebene nach Herzenslust an den Maschinen austoben. Auf sieben Hektar stehen Bagger, Radlader, Quads und Kräne zur Verfügung.
General Electric oder General Motors. Bei der Entwicklung des Elektroautos erwachsen den Fahrzeugherstellern neue, ungewohnte Konkurrenten. Nur eine Branche scheint das nicht zu verstehen und droht, die Entwicklung zu verschlafen: die Autoindustrie.
Viel mehr als Angeln: Wer Fliegenfischen geht, streift den Alltag im Schilf ab und meditiert am Wasser. Zum Beispiel in Grünhagen. Von Rabea Weihser
Die Kunst, feinste Mode von Hand zu fertigen, war schon totgesagt. Nun feiert die Haute Couture ein Comeback, auch dank Karl Lagerfeld. Besuch in den Ateliers von Chanel.
Mädchen und Jungen in Deutschland sind heute nach einer Studie weniger sexuell aktiv als vor fünf Jahren. Zudem verhüten Jugendliche so gut wie nie zuvor.Kardinal Godfried Danneels hat den flämischen Tageszeitungen »De Standaard« und »Het Nieuwsblad« Rufmord vorgeworfen.
Was würden Sie tun, wenn Sie wüssten, dass Ihr Leben in 24 Stunden endet? Cicero fragt Menschen nach ihren letzten Handlungen, Zielen und Wünschen. Der Starkünstler Jeff Koons ist mit seiner ironischen Kunst berühmt geworden, wenn es um den Tod geht wird er ernst.
Undurchsichtige Finanzen und antiquierte Museumskonzepte: Was von Helmut Kohl als Flotte stolzer Flaggschiffe der Bundeskultur ins Leben gerufen wurde, befindet sich eigentlich schon seit der Entstehung in der Krise. Eine Reportage.
Was können wir von der Vergangenheit wissen? Fünf Jahre lang forschte der New Yorker Publizist Daniel Mendelsohn nach dem Schicksal seines von den Nazis ermordeten Großonkels. Entstanden ist ein packendes Meisterwerk über den Kampf um verlorene Welten.
Er ist Spaniens bekanntester Philosoph, überzeugter Antinationalist und ein Liebhaber von Horrorfilmen. Zu Besuch in der kuriosen Bibliothek von Fernando Savater.WIEN. (hpd) Die rechtsradikale FPÖ sorgt zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen mit fremdenfeindlichen Aktionen für österreichweite Aufregung und Diskussionen. Die Grünen erstatteten Anzeige gegen die steirische FPÖ-Fraktion. Diese hatte auf ihrer Homepage ein Spiel online gestellt, in dem auf Minarette und Muezzine geschossen wird.
Die Hintergründe der Proteste um den Stuttgarter Hauptbahnhof
von Frank Lisson
Am Wochenende demonstrierten wieder Zehntausende in Stuttgart gegen den fast fünf Milliarden Euro teuren Umbau des dortigen Hauptbahnhofs. Da es sich bei dem Bauvorhaben um ein reines Prestigeobjekt von zweifelhaftem Nutzen für die Bürger der Stadt handelt, gibt es kaum stichhaltige Argumente, die für die Realisierung des Mammutprojekts sprechen. Dennoch lassen die verantwortlichen Betreiber nicht mit sich reden. Die Sache soll durchgezogen werden, auch gegen jeden Sinn und Verstand; basta! Denn natürlich geht es längst nicht mehr um notwendige Modernisierung, fortschrittliche Innovation oder Standortvorteile – sondern schlechterdings allein um den Profit der Beteiligten. Und natürlich um Macht, das heißt: Die Vertreter der politischen Klasse, des neuen Feudalismus, demonstrieren sich gegenseitig ihren Anspruch auf die totale, also alleinige Entscheidungsgewalt. Indem Politik über die Köpfe der Bürger hinweg gemacht wird, ohne dass diese an der Rechtmäßigkeit der sie regierenden politischen Klasse insgesamt zu zweifeln beginnen, zeigt das den Herrschenden, welche Macht sie über die Beherrschten haben. Denn mächtig ist nicht, wer sich durchsetzt, sondern wer in der Lage ist, seine Gegner zur Machtlosigkeit zu verurteilen.
Eines der Banner, das die Protestierenden mit sich führten, trug die Aufschrift: „Unser Bahnhof hat, was Schuster, Mappus, Drexler & Co. fehlt – CHARAKTER“. Damit ist etwas ausgesprochen, das den Kern der Problematik berührt: Charakter bedeutet Persönlichkeit, und Persönlichkeit wird stets durch ein Ethos verkörpert. Wo kein Ethos lebt, ist auch keine Persönlichkeit möglich. Die Duodezfürsten des 18. Jahrhunderts waren größtenteils ebenfalls ohne Persönlichkeit. Und das hatte durchaus Methode, denn jede Form von Feudalismus muss darauf bedacht sein, Persönlichkeiten zu ...
Die moderne Medizin bereichert die Tierwelt: Ein neuer Computertomograf des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung gibt den Wissenschaftlern einen gestochen scharfen Einblick in das Innenleben von Großtieren. WEIMAR. (hpd) Die neue SPD-Grüne Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat jetzt einen Gesetzentwurf angekündigt, nach dem ab Wintersemester 2011/12 die Studiengebühren in diesem Bundesland wieder abgeschafft werden sollen. Wie sieht die Lage hierzu in Thüringen aus?
Dinaw Mengestus Roman "Die Melodie der Luft" erzählt von Migration und dem Leben zwischen den Welten. Im Interview schildert der Autor seinen Weg von Äthiopien in die USA
Jetzt ist der Beweis erbracht. Es gibt ihn, den Klimawandel. In Basel muss ein erstes Geschäft wegen des Klimawandels für immer schliessen.
Das ist kein Witz.
Das ist die offizielle Begründung des Geschäftsführers der Ledag AG, die ihr Geschäft an der Steinentorstrasse in Basel hat (Angabe für alternative Besichtigungstouren).
Als Familienbetrieb in der dritten Generation sind wir seit über 86 Jahren fest in der Lederbranche verankert. Anfangs wurden Gürtel und Uhrenarmbänder aus Leder hergestellt, später auch modische Lederbekleidung mit eigener Gerberei, und seit nunmehr 32 Jahren ist die LEDAG in Basel im Einzelhandel tätig.
Weil wir nicht zu einem Modeblog moutieren wollen, sagen wir nichts über die "modischen" Ledag-Lederkleider. Fest steht gemäss Geschäftsführer: Wegen der milden Winter kaufen die Leute kaum noch robuste Lederjacken bei Ledag. Und im Sommer erst recht nicht.
Und jetzt ist Schluss. Weil die Durchschnittswelttemperatur in den letzten Jahren um 0.49 Grad (seit 1979 - siehe Klimawidget in der nächsten Spalte) gestiegen ist.
Ist das nicht traurig?
Bürgerinitiativen in Marokko und Algerien fordern die Aufhebung des Fastenzwangs.
Von pethens
Münster: Protest gegen Prozesse gegen Blockierer eines »1000-Kreuze-Marsches«
Von Kirsten Achtelik
Wenn André Glucksmann und Bernard-Henri Lévy rufen, mag er nicht mitmachen: Der französische Intellektuelle Régis Debray hat vom Sozialismus seit langem Abschied genommen - nicht aber von der Idee der Republik.
Thilo Sarrazin beruft sich für sein Programm der positiven Selektion auf die Lernforschung der Psychologin Elsbeth Stern. Sie lehnt diese Vereinnahmung ab. Es mache keinen Sinn, davon zu sprechen, Intelligenz sei zwischen 50 und 80 Prozent erblich.
Thilo Sarrazin hat sich in seinem Buch bemüht, jede Menge Ängste, Falschinformationen, Mutmaßungen und Projektionen zu bewältigen. Die Art und Weise, wie er damit umgeht, lässt auf eine große intellektuelle Einsamkeit schließen. Sie trat bei „Hart aber fair“ deutlich zutage.
Vergangene Nacht begannen die Rettungsbohrungen für die chilenischen Kumpel. Alle Hoffnungen ruhen bislang auf der australischen Bohrmaschine mit deutscher Steuerung, die bis zu 20 Meter Tiefe am Tag erreichen soll. Sex mit der Ehefrau kein Grund für Reiseerlaubnis. Northeimer Ausländerbehörde pocht bei irakischem Flüchtling auf Residenzpflicht
Wer die Ursache der afghanischen Misere allein in Hamid Karzais Unzulänglichkeiten sieht, macht es sich zu einfach. Die Herausforderungen in Afghanistan sind dafür zu komplex. Um ihnen gerecht zu werden, brauchen die USA dringend eine echte Strategie.Rezepte aus der sozialdemokratischen Mottenkiste
von Ronald Gläser
Sarrazins Buch ist grandios. Jeder Absatz ein Kracher, jeder neue Gedanke ein Knüller. Es war und ist eine Illusion zu glauben, dass sich die demographischen Probleme Deutschlands durch Einwanderung lösen lassen. Ebenso ist der drohende Abschied der Deutschen aus der Weltgeschichte eine Sache, über die gesprochen werden muss. Und dass Intelligenz zu einem erheblichen Teil erblich ist – nur Idioten können diese offensichtliche Tatsache leugnen.
Auch deswegen habe ich noch keinen „normalen“ Menschen getroffen, der nicht begeistert war von den Thesen Thilo Sarrazins. Kritiker aus dem einfachen Volk mag es geben, aber es sind nur wenige. Ganz entgegengesetzt ist die Haltung der Leute, die zum politisch-medialen Komplex gehören. Selten wurde der Gegensatz zwischen dem Mann auf der Straße und den so genannten Eliten dieses Landes so offenbar wie in der causa Sarrazin.
Bei der ganzen Freude über „Deutschland schafft sich ab“ geht aber unter, dass ein Teil der Lösungsvorschläge, die er unterbreitet, nichts taugen. Eigentlich hält Sarrazin sich mit Vorschlägen weitgehend zurück, nur in der Bildungspolitik wird er sehr konkret. Seine Frau ist Grundschullehrerin und vermutlich ein Wörtchen dabei mitzureden gehabt. Sarrazin erwähnt mehrfach, dass sie ihm mit Rat und Tat beiseite stand.
Das macht es nicht besser, wenn er Dinge wie verpflichtende „Ganztagsschulen und Ganztagskindergärten“, in denen „unentgeltliches Mittagessen“ ausgegeben wird, vorschlägt (Seite 406). Dumme Kinder sollen eine verbindliche Sonderförderung erhalten – natürlich vom Staat. Neben einem Kopftuchverbot schwebt ihm eine Schuluniform vor. Kurzum: „Die Bildungs- und Erziehungsaufgabe verlagert sich vom Elternhaus in die öffentlichen Erziehungseinrichtungen“, schreibt er auf Seite 190 ...
Mittwoch, 01. September 2010
Das wahre Gesicht der Umwelthysterie
von Redaktion eigentümlich frei
(ef-RG) Der mit Sprengstoff bewaffnete Mann, der heute in das Gebäude des US-Fernsehsenders „Discovery Channel“ eindrang und einige Mitarbeiter des Unternehmens in seine Gewalt brachte, ist offenbar ein Ökoterrorist. Er scheint von der Sorge getrieben zu sein, dass zuviele „parasitäre menschliche Säuglinge“ geboren werden. Zu seinen Forderungen gehören die Ausweitung von Sendungen, die zur menschlichen Sterilisation und Unfruchtbarkeit drängen. Die Zivilisation müsse als der „Dreck“ entlarvt werden, der sie sei. Der Sender solle Lösungen für die „Klimaerwärmung, die Umweltverschmutzung durch Autos, den internationalen Handel, Umweltverschmutzung durch Fabriken, das gesamte verdammte menschliche Wirtschaftsleben“ finden. Außerdem solle der Sender Programme entwickeln, die darstellen, wie „malthusianische Wissenschaft“ zeigt, dass Lebensmittelproduktion zu Überbevölkerung führt. Er solle über Evolution reden, über Malthus und Darwin, bis es „in die Gehirne der blöden Leute einsickert“. Die Rettung des Planeten, heißt es im Forderungskatalog des Geiselnehmers weiter, bedeute die „Senkung der Bevölkerungszahl“. Das wiederum bedeute, die Menschen daran zu hindern, weitere „ekelhafte menschliche Babys“ zu zeugen. „Ihr, die Medien, könnt genug Menschen erreichen. Es ist eure Verantwortung, so viele Menschen zu erreichen.“
Quelle:
Nicht 15, nicht 30, sondern 45 Millionen absichtliche Opfer des „großen Sprungs nach vorn“
von Redaktion eigentümlich frei
(ef-RG) Der „große Sprung nach vorn“ in China, jener Prozess, in dem die Landwirtschaft durch die kommunistische Regierung kollektiviert und privater Anbau verboten wurde, kostete weit mehr Menschen das Leben als offiziell zugegeben. Laut Regierungsangaben hat es in den Jahren 1958 bis 1962 15-30 Millionen „überschüssige Todesfälle“ gegeben. Andere Schätzungen gingen von bis zu 43 Millionen Todesfällen aus, konnten diese aber bisher nicht belegen. Jetzt liegt erstmals eine Studie vor, die nachweist, dass mehr als 45 Millionen Menschen Opfer jener Phase wurde, die offiziell als „drei Jahre der Naturkatastrophen“ bezeichnet wird. Professor Frank Dikötter hat in jahrelanger Arbeit Archive in China durchstöbert. Das Ergebnis seiner Arbeit ist in seinem Buch „Mao’s Great Famine“ zusammengefasst, dass in diesen Tagen herauskommt.
In einem Interview mit dem Radiosender „BBC Radio 4“ betonte der Historiker heute, dass die Menschen damals nicht einfach „an Hunger“ starben. „Hunger wurde als Waffe eingesetzt“, so Dikötter, „um die Leute zu bestrafen“. Das sei anhand der vielen sorgfältig geführten Protokolle aus jener Zeit, die der Wissenschaftler unter Mühen in zahllosen Archiven fand, nachweisbar. Es habe in jener Zeit sehr viele gewaltsame Tode gegeben.
Auf seiner eigenen Website gibt Dikötter an, sein Lieblingsbuch ...
Anfang September wird das Urteil im Fall Dominik Brunner gefällt. Der Prozess hat aus einem Helden wieder einen Menschen gemacht. Das mussten die Gerichtsreporter der Öffentlichkeit erst einmal erklären.Ich habe ja wirklich gehofft, dass die BaZ im Verlaufe des Tages dieses wirklich einmalige Bild der beiden Basler Bundesratskandidaten von gestern Abend online stellt.
Unglaublich, habe ich heute Morgen gedacht. Und: So sehen Sieger aus, Basler Sieger.
Ich enthalte mich jetzt jeder Kritik bezüglich Outfit. Und auch über die Körpersprache der beiden sage ich nichts, auch nicht über die Krawatte des Herrn Malama, die wir alle schon sehr oft gesehen haben.
Dafür nochmals: Was für ein Bild.
PS 1: Liebe BaZ, falls ich da euer Copyright kratze - lasst es mich wissen, dann nehme ich das Bild wieder runter. Ich konnte einfach nicht widerstehen.
PS 2: Was für Herrn Malama spricht, sind seine Schuhe. Wenn ich mich nicht irre trägt er welche Alden.
Abweichende Meinungen integrieren, Strukturen verbessern, Zweifel offenlegen. Der IPCC muss viel leisten, wenn er seine Glaubwürdigkeit zurückgewinnen will. Ein Ausblick
Um zu sehen, was die neuen Leitlinien der katholischen Kirche gegen sexuellen Missbrauch taugen, wendet man sie am besten auf den heikelsten derartigen Fall an: In die Causa Peter H.
Eine spektakuläre Aufnahme ist dem amerikanischen Wettersatelliten „Goes 13“ gelungen: Die Wirbelstürme Danielle, Fiona und Earl wüten zeitgleich im atlantischen Ozean und zeigen ihre genauen Ausmaße.
Forscher haben in Jordanien Spuren einer 6000 Jahre alten Kultur gefunden. Ihre Vermutung: Mit Brunnen erschlossen die Beduinen erstmals fruchtbares Land in der Wüste.
Jonathan Franzens neuer Roman "Freedom" hat in den USA einen unmäßigen Medienrummel verursacht. Sogar Barack Obama bekam ein Exemplar geschenkt. Von Daniel Erk
Ihr Dasein als Lehrerin erschöpfe sich zu 80 Prozent in Sozialarbeit, sagt sie: Betül Durmaz unterrichtet an der Malteser-Förderschule in Gelsenkirchen. Das Erste zeigt einen beeindruckenden Film über ihren Kampf gegen Parallelgesellschaften.Veranstaltungshinweis
- «Aufmerksamkeit ist das A und O im heutigen Journalismus. Nur wer Aufmerksamkeit erregt, wird wahrgenommen. Das gilt für Personen, welche die Medienöffentlichkeit suchen aber auch für die Medien selbst. Denn Aufmerksamkeit bringt Quote und ohne Quote kein Überleben in der Medienkonkurrenz.
Der Kampf um die Aufmerksamkeit verändert den Journalismus. Er beeinflusst die Auswahl der Themen und prägt ihre Aufbereitung. Das wirkt sich auf die Meinungsbildung aus und auf das Funktionieren der Demokratie. Eine Entwicklung zum Guten oder Schlechten?
Das 7. Radiosymposium von Schweizer Radio DRS macht den Kampf der Medien um Aufmerksamkeit und seine Folgen zum Thema im Gespräch mit Wissenschaftlern, Medienpraktikern und Publikum.
Der Anlass ist öffentlich und kostenlos. Weitere Informationen zum Anlass und Anmeldung unter radiosymposium.drs.ch. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt.»
Der polnische Autor Tomasz Łubieński provoziert seine Landsleute, in dem er Heldenmythen zerstört. Sein neues Thema: 1939, das Jahr des Kriegsbeginns. Von Gunter Hofmann
Ausgräber unserer Albträume, Schöpfer toller Nutzlosigkeiten: Venedig feiert Giambattista Piranesi als Architekten, Designer und Zeichner. Man bestaunt der Glanz einer schwarzen Seele. Paul Auster erzählt in seinem neuen Roman eine verschachtelte und philosophische Kriminalgeschichte. Ein furioses Buch über menschliche Unsicherheit
Natürlich ist es billig, wenn die Basler Linke jetzt aufheult, weil der rechtsbürgerliche Markus Somm nun die Redaktion der «Basler Zeitung» führt. Der einfache Reflex gegen den politisch missliebigen «Weltwoche»-Mann ist etwas gar durchsichtig nach der Devise, das ist keiner von uns, also ist er dieser Aufgabe nicht gewachsen. Somm ist eine faire Chance zuzugestehen, diese Redaktion zu führen und das Beste aus dem Blatt zu machen.
Zumal die «Basler Zeitung» bisher tatsächlich keine Erfolgsgeschichte ist, wie Verleger Martin Wagner zu Recht konstatierte. Und Somm ist intelligent genug, um zu wissen, dass er eine Regionalzeitung mit Meinungsführerschaft nicht im Stil einer Autorenzeitung wie die «Weltwoche» leiten kann.
Trotzdem ist Somm zu empfehlen, sich im Hinblick auf die kühlere Jahreszeit warm anzuziehen. Denn der Zürcher, jetzt selbst im Rampenlicht, wird sich stets die radikale Kritik gefallen lassen müssen, mit der er selbst zu urteilen beliebt. Nur knallhart austeilen und beim Einstecken auf Sensibelchen machen, das geht nicht oder ist höchstens peinlich. Man denke an all die Deltenres, Köppels, Frank A. Meyers etc.
Somm hat sich das Image des Knüppelschwingers ehrlich verdient. Er schuf gewissermassen seinen Marktwert mit dem Eindreschen auf alles Linke und was er dafür hält.
So bezeichnet er einen Max Frisch als Inspirator der «sogenannt kritischen Intellektuellen». Überhaupt hat das Wort «Intellektuell» bei Somm fast immer einen Dégout: «Seit Jahrzehnten zweifeln die Schweizer Intellektuellen am Sinn der Schweiz. Regelmässig wird der Untergang angekündigt, wiederholt verdammen sie ein Land, das sie für egoistisch halten.» Oder wenn er sich darüber lustig macht, wie sehr die «Intellektuellen» Bundesrat Leuenberger verehrten, den Somm als «Dichter-Bundesrat» disqualifiziert. Ein «Dichter-Bundesrat»? Das ist bei Lichte betrachtet einer, der es nicht so ganz ernst meint und der vor allem Fiktion und Realität nicht auseinander halten kann.
Naturgemäss verfügt Somm als Historiker über ein Langzeit-Gedächtnis, etwa wenn er dem Berner SP-Nationalrat Peter Vollmer genüsslich unter die Nase reibt, dass dieser 1986(!) einen Parteitag der SED besucht hat - und fragt: «War er ein Spion?» Das ist, mit Verlaub, eine unredliche Masche.
Doch das war «Weltwoche»-Geplänkel. Jetzt hat für Somm ein anderer Lebensabschnitt begonnen. Als BaZ-Chef könnte er sich ja erneut als ein so wendiges Bürschchen erweisen, wie damals, als er vom «Tages-Anzeiger» zur «Weltwoche» wechselte.
Rolf Hürzeler, vormals Medien- und Kulturredaktor bei «Facts» und Kulturchef beim Pendlerblatt «News», amtet seit dem 1. September 2008 als Chefredaktor des Magazins «Saldo».
Sportlermemoiren sind interessant, wenn sie anthropologische Möglichkeiten erhellen. Der Kletterer David Lama braucht im Buch nicht viele Adjektive, aber am Berg den Kopf.
Leben wir wirklich in einer Risikogesellschaft? Herfried Münkler lässt Strategien der Sicherung erkunden und streut geschickt Alliterationen an Zeitgenössisches ein. Klimawandel, Insektenstiche, Amokläufer werden in mehr oder weniger ausführlichen Passagen angesprochen.
Zum ersten Mal müssen die Filmfestspiele von Venedig ohne das legendäre Hotel Des Bains auskommen. Das Festival muss sich neu erfinden. Von Katja Nicodemus
Knoblauch, langsam im eigenen Dampf gegart, entwickelt einen leichten, süßlichen Geschmack, der perfekt zu Schweinefilets passt. Aus unserem Rezeptor-Blog
Vor 25 Jahren fand Robert Ballard die Trümmer der Titanic. Wasserdruck, Bakterien und Souvenirjäger setzen dem Schiff zu. Eine US-Firma will es nun digital konservieren.
Eine Vorbereitung wie bei „Harry Potter“: Tony Blair hat an diesem Montag seine Memoiren vorgestellt. Der Rummel im Vereinigten Königreich ist beträchtlich. Aber gleich am Tag ihres Erscheinens gab es das Buch zum halben Preis. Eben lese ich:
US-Schauspieler Michael Douglas ist zuversichtlich, seinen Kehlkopfkrebs besiegen zu können.
Ich meine, wenn man Krebs hat, dann ist das schon schlimm genug. Aber Krebs ist eine ganz besondere Krankheit. Denn Krebs muss man bekämpfen, ihn besiegen. Die Gesellschaft erwartet, dass wer Krebs hat, sich in einen heroischen Kampf stürzt.
Warum eigentlich?
Was kann man denn schon machen, wenn man Krebs hat, als sich Operationen zu unterziehen, Medikamente zu schlucken und Chemos durchzustehen, in der Hoffnung, das Gewuchere im Körper liesse sich zurückdämmen, eindämmen oder gar zum Verschwinden bringen.
Was hat das, bitte schön, mit Kampf zu tun?
Und wenn der von der Gesellschaft geforderte Kampf vergebens war, heisst es im Nachruf: Der Krebs hat ihn besiegt oder der Krebs war stärker er oder sie.
Als wären Krebskranke so etwas wie Gladiatoren.
PS: Sollte sich jetzt jemand Betroffener beledigt fühlen, so war das nicht meine Absicht. Mir geht das geforderte Krebsheldentum einfach schon seit Jahren ziemlich auf den Keks.
Die fünf evangelischen Landeskirchen in Niedersachsen fassen ihre Diakonischen Werke in einem neuen Verein zusammen: Die „Diakonie in Niedersachsen“ übernehme die Vertretu
Die gegenseitigen Schuldzuweisungen nach dem Loveparade-Unglück nehmen kein Ende: Ein Gutachten des nordrhein-westfälischen Innenministeriums sieht die Verantwortung bei der Stadt Duisburg und dem Veranstalter - und entlastet die Polizei.Nach den Missbrauchsvorwürfen hält die Austrittswelle aus der katholischen Kirche an. Im ersten Halbjahr verließen 359 Gläubige die Erfurter Diözese.
Deutschland streitet über "drohende Verdummung" – und damit über Intelligenz. Was weiß die Wissenschaft über unsere geistige Fähigkeit? Zehn Fragen und Antworten
Schluss mit dem Weingeschwätz! Unser Experte Manfred Klimek ist angetreten, die größten Irrtümer aufzudecken. Heute: Ein Universalglas ist zu wenig.
TRIER. (hpd) Gestern präsentierte der Missbrauchsbeauftragte der katholischen Kirche, Bischof Stephan Ackermann, die Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz zum Vorgehen bei sexuellem Missbrauch. Auf den ersten Blick seriös und überzeugend, erscheinen bei näherem Hinschauen doch einige Punkte problematisch.
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Wir werden al-Qaida zerstören, demontieren und besiegen und verhindern, dass Afghanistan wieder zu einem Stützpunkt für Terroristen werden kann.
DORTMUND. (hpd) Eine bunte Schar Christenmenschen traf sich am zurückliegenden Wochenende in Dortmund, um den „1. Kirchentag Mensch und Tier“ zu begehen. Wie bitte? Ausgerechnet die Kirchen machen sich stark für ein neues Verhältnis „Mensch-Tier“?
BERLIN. (hvd/hpd) Der Humanistische Verband Deutschlands zieht eine gemischte Bilanz. Ein Jahr nach Inkrafttreten des Patientenverfügungsgesetzes fordert der Verband, die Möglichkeiten zur Wahrung der eigenen Wertvorstellungen, die das Gesetz bietet, endlich mit Leben zu füllen.
Amerikanische Astronauten in Vintage-Ästhetik: Die Nasa will ihr umfangreiches historisches Bildmaterial einem breiteren Publikum schmackhaft machen. Die ersten Archivbilder sind nun auf Flickr zu finden.
Unlängst wurde im Grenzgebiet der Provinzen Belutschistan und Sindh ein Dorf geflutet. Bagger kamen, Soldaten, Politiker. Menschen starben, das Dorf verschwand. Der pakistanische Schriftsteller Ali Sethi berichtet.Udo Ulfkottes neues Buch hinterlässt Ratlosigkeit
von Edgar L. Gärtner
Heute erscheint im Rottenburger Kopp-Verlag Udo Ulfkottes neues Buch „Kein Schwarz, kein Rot, kein Gold. Armut für alle im lustigen Migrantenstadl“. Vielleicht ist das nicht der günstigste Zeitpunkt, weil zu befürchten ist, dass dem Buch durch den Rummel um das wenige Tage zuvor erschienene themenverwandte Buch des Bundesbank-Vorstands Thilo Sarrazin die Schau gestohlen wird. Dennoch lohnt es sich meines Erachtens, eher zum Buch des Orientalisten und ehemaligen FAZ-Redakteurs Ulfkotte zu greifen, da dessen Inhalt nicht durch eine sozialdemokratische Weltsicht vorbelastet ist. Gleichwohl, das kann man jetzt schon voraussagen, dürfte auch Ulfkottes während des gerade zu Ende gegangenen Sommers eilig zusammengeschriebenes und daher höchst aktuelles Pamphlet die meisten Leser ebenso ratlos zurücklassen wie die Anhänger Sarrazins.
Ulfkotte macht deutlich: Der inzwischen auch von José Manuel Barroso, dem Präsidenten der EU-Kommission, an die Wand gemalte apokalyptische Zusammenbruch europäischer Wohlfahrtsstaaten geht zu einem großen, wenn nicht zum größten Teil auf Folgekosten zurück, die vom politisch gewollten massiven Zustrom kulturferner Einwanderer verursacht werden. In Deutschland stieg der Anteil der gesamten Sozialausgaben am Bundeshaushalt zwischen 1980 und heute von 16 auf über 50 Prozent. Über 40 Prozent der in Deutschland lebenden Migranten beziehen (oft unberechtigt) Sozialleistungen nach Hartz IV. Etwa eine Billion Euro von den offiziell eingestandenen 1,7 Billionen Euro aufgelaufenen Staatschulden gehen nach Angaben Ulfkottes auf die unqualifizierte Einwanderung zurück. Zwischen zwölf und 23 Prozent ihres jeweiligen Bruttoinlandsprodukts (BIP) geben europäische Staaten inzwischen für die Migrations- und Integrationsindustrie aus, schreibt Ulfkotte. Im Schnitt gebe jeder Deutsche (Babies und Greise eingerechnet) schon jetzt mehr ...
Gutmenschen haben bald keine menschliche Klientel mehr
von Redaktion eigentümlich frei
(ef-RG) Die aktuelle Besetzung einer Ölplattform in der Arktis durch Mitglieder der Umweltorganisation Greenpeace, die zur Einstellung der von dort getätigten Bohrungen führte, hat eine scharfe Reaktion der Regierung Grönlands ausgelöst. Kuupik Kleist, der Premierminister des inzwischen von Dänemark weitgehend unabhängigen Inselstaates verurteilte die Aktion als „schädlich für die Wirtschaft des Landes“, wie der Londoner „Guardian“ gestern berichtete. Greenpeace, so Kleist weiter, ignoriere die Umwelt- und Sicherheitsauflagen, die Grönland den Ölfirmen auferlegt habe. „Dies ist eindeutig ein illegaler Akt, der die Regeln der Demokratie missachtet“, so die Regierungsmitteilung. „Das Kabinett betrachtet die Greenpeace-Aktion als einen sehr schwerwiegenden und illegalen Angriff auf die Verfassungsrechte dieses Landes. Es ist besorgniserregend, dass Greenpeace auf der Suche nach Medienöffentlichkeit die Sicherheitsregeln missachtet, die zum Schutz menschlichen Lebens und der Umwelt aufgestellt wurden.“
Der britische Abgeordnete im Europaparlament Daniel Hannan kommentiert diesen Vorgang heute in seinem Blog im „Daily Telegraph“. Seine linken Freunde, meint der Konservative, nehmen solche Zurückweisung oft übel. „Eingeborene in armen Ländern sollen doch auf ihrer Seite sein.“ Er könne sich gut erinnern wie untröstlich grüne und sozialistische Europaabgeordnete waren, als die stärkste Opposition gegen das EU-Importverbot von Seehundprodukten „nicht von den bösen multinationalen Konzernen kam ...
(hpd) Der Politikwissenschaftler Jan-Werner Müller liefert eine Einführung und Gesamtdarstellung zum Thema. Es handelt sich um eine informative und kenntnisreiche Darstellung, die neben den ideengeschichtlichen und politischen Kontexten des Konzepts auch ausführlich auf die unterschiedlichen Einwände dagegen eingeht.
Das Musikfest Berlin sucht das Sinnliche in der Moderne. Der diesjährige Themenschwerpunkt zu Luciano Berio und Pierre Boulez feiert die geistige Beweglichkeit.
Lindsay Lohan sehnt sich nach einer Rückkehr vor die Kamera. Auch Mario Adorf denkt mit fast 80 Jahren noch lange nicht daran die Schauspielerei an den Nagel zu hängen. Nur Ich + Ich machen sich auf zu neuen Ufern - eine Bandpause steht an.Ein Schauspiel in fast sechs Akten
Akt Eins: Ein Mann schreibt ein Buch. Akt Zwei: Das Buch liegt bereits vor Verkaufsstart auf Platz Eins aller Hitlisten und wird der Mega-Bestseller der Saison. Akt Drei: Der Autor ist begehrt, in Buchhandlungen aus seinem Erfolgswerk zu lesen, die geplanten Veranstaltungen sind lange vorher ausverkauft. Akt Vier: Die Widergänger der SA drohen Buchhandlungen und Zuschauern mit Gewalt. Veranstaltungen werden abgesagt. Akt Fünf: Ein Aufschrei des Protests erklingt, Medien und Politik sind außer sich. Akt Sechs: In einem „Aufstand der Anständigen“ werden die Buchhändler bedrängt, dem Straßenterror „jetzt erst recht“ nicht zu weichen. Die Veranstaltungen müssen stattfinden! Die führenden Repräsentanten aus Medien und Politik setzen sich bei Vorlesungen aus Solidarität gegen den Terror demonstrativ in die erste Reihe, obwohl sie nicht immer mit dem Autor und seinen Thesen übereinstimmen. Vorhang.
Fast alles an dem Stück ist wahr. Zwei Kleinigkeiten nicht: Akt Fünf steht auf dem falschen Platz, es handelt sich tatsächlich um Akt Zwei. Alle anderen Akte wandern dafür einen Platz nach hinten. Und Akt Sechs entfällt.
Die Moral von derer G’schicht? Der SPD-Vorsitzende hat sie heute noch einmal klar ausgedrückt: Der Autor muss sich für seine unerwünschten Gedanken öffentlich entschuldigen. Medien und Politik dagegen haben nichts, aber auch gar nichts falsch gemacht.
In Tirol ist die Leiche einer deutschen Bergsteigerin geborgen worden, die in der Nacht zum Dienstag in dichtem Schneefall auf der Wildspitze erfroren war. Man glaubt mir ja nie, wenn ich sage: Ich bin ein Fan von Herrn Malama. Doch, doch, so ist es. Schaut Leute, so einen Satz wie heute beispielsweise in der PDF-BaZ, den kann nur Herr Malama:
Ich bin dafür und habe auch Sympathien für den Gegenvorschlag.
Das ist einfach unschlagbar. Wie es auch immer rauskommen wird, mit der Ausschaffungsinitiative, Peter Malama ist auf der Seite der Sieger.
Darum bin ich ein Fan von Peter Malama. Ich mag Sieger.
Die Band mit den drei !!! im Namen hat den Schweiß aus der Disco-Musik extrahiert. Ihr Album “Strange Weather, Isn’t It?” bringt die Hörer würdevoll zum Tanzen.
USA. (hpd) Da in den USA langsam wieder der Wahlkampf beginnt, und die Christliche Rechte lauter wird, beobachtet der hpd das Geschehen mit Monatsrückblicken. Zentrales Ereignis des Monats (und des bisherigen Jahres) war für die Christliche Rechte die Restoring Honor Rally zu der sich am 28. August hunderttausende Konservative in der Hauptstadt Washington versammelten.
Wie ein Engel durch Raum und Zeit: Mit Argumenten hält sich Michel Serres nicht auf - er setzt auf die Geste, mit der er Verbindungen herstellt und Geschichten erzählt . Heute wird der französische Philosoph achtzig.
Der Erfolg der britischen Band The XX hat etwas Rätselhaftes. Ihre Musik ist ebenso reduktionistisch wie ihre Bühnenshow, aber ihr Weniger-ist-mehr-Konzept begeistert alle möglichen Fans.
Ein Vulkan ist aufgewacht. Asche und Rauch vernebeln den Himmel über Sumatra. Tausende Menschen mussten fliehen. Bilder des Gunung Sinabung



