Globalisierung heisst, dass unser Planet sowohl wirtschaftlich als auch kulturell sich vereinheitlicht (siehe DER VERWERTER: «Vom Ende des Kampfs der Kulturen»), und dass, sozusagen, die derzeit differenzierenden «Welten» der Menschen letztlich in einer einzigen sich vermengen (könnten), wiewohl dadurch erst ein planetarisches Bewusstsein, das die gesamte Menschheit einnimmt, allmählich sich herausbilden, konstituieren kann (siehe DER DISSIDENT: «Vonnöten: planetarisches Bewusstsein»).
Vordergründig verwebt die Wirtschaft die Welt in einen riesigen «Markt», der nun, als Welt- und Milliardenmarkt von Analysten definiert, aufgrund technischer Erfindungen der Kommunikation und des Transports bezüglich, endlich weltweit von jedwedem vernetzten Punkt erreichbar und zugänglich ist. Somit kann eine Unternehmung Rohstoffe in Afrika schürfen, in China sie veredeln, in Europa sie in ein Produkt fertigen und das Fertigprodukt letztendlich in Amerika anbieten.
Wegen des Weltmarkts, der weltweit dasselbe Angebot bereithält, konsumieren die Menschen weltweit dieselben oder zumindest inhaltlich ähnliche Produkte. Weil die Produkte der Wirtschaft das kulturelle Bewusstsein formen, eigentlich die verbleibende Kultur schlechthin verkörpern (siehe DER VERWERTER: «Die westliche Kultur»), beeinflussen weltweit genormte und vereinheitliche Produkte auch die jeweilige Kultur der Konsumenten. Gleichgültig, wohin man heutzutage reist, man begegnet allerorts denselben Produkten, indessen nur die Verpackung variiert.
Die Globalisierung löst keine regional verursachten Probleme. sondern sie verschiebt sie nur, lagert sie gewissermassen aus. Beispielsweise exportiert der Westen elektronischer Sondermüll in ferne Länder, deren Rechtsprechung derartiger Müll zu handhaben nicht festlegt. Ausserdem eilen Unternehmungen, aufgrund des Preis- und Konkurrenzdrucks in der Heimat getrieben, stets den möglichst günstigsten Produktionsbedingungen in Schwellenländer nach, will heissen, als Nomaden gehetzt, streunen sie von einem Staat in den nächsten (siehe DER VERWERTER: «Die Heuschrecken-Debatte»).
Die verselbständigte Globalisierung entmachtet den klassischen Nationalstaat, der fortan die unrühmliche Rolle amtet, entweder die heimische Industrie mit Schutzzöllen vor der weltweiten Bedeutungslosigkeit zu retten, oder jene reaktionäre Gesinnungen, welche, vom ängstlichen und zurecht um Wohlstand beschnitten glaubenden Kleinbürgertum ernährt, erst durch die Globalisierung entstanden sind, zu spalten, die einen Nationalstaat allerliebsten gänzlich abschotten möchten vor der bösen Welt.
Weiterführende Informationen
Globalisierungsblog: «Blog-Projekt: Was bedeutet Globalisierung für dich?»
Yoda`s Blog: «Global zu Gunsten von wem?»
[...] Yoda, Zappi, Der Verwerter und Atlatos Traveller [...]
[...] Yoda, Zappi, Der Verwerter, Atlatos Traveller, Zenblé, Thomas Matterne und JLT. [...]
> Wegen des Weltmarkts, der weltweit dasselbe Angebot bereithält, konsumieren die Menschen weltweit dieselben oder zumindest inhaltlich ähnliche Produkte.
Das gilt für VWs, Airbusse und meinetwegen auch für McDonalds und Coca Cola. Aber so wie du es darstellst klingt es, als gäbe es gar keine regionalen Eigenheiten mehr und gar keine Vielfalt. Das Gegenteil ist aber oft der Fall. McDonalds und Coca Cola ersetzen nicht alles was da ist, es gibt auch heute noch Curry-Wurst und Lokale mit deutscher Küche ohne Ende und auch wenn Coca Cola ein Riese ist, gibt es noch jede Menge anderer Getränke auf dem Markt.
Regionale Eigenheiten gibt es auch genügend, das kann man schon feststellen wenn man mal 20-30 Kilometer weiter fährt und sich die dortigen Spezialitäten und Eigenheiten ansieht.
[...] Es geht von einer philosophischen Betrachtungsweise (Philoblogger, Philosophieblog (2 Mal)), über politische Jan Filter (2 Mal), und gesellschaftliche (Swiss-Lupe) bis hin zu ganz pragmatischen (Futurum) und alltäglichen (Atlatos Traveller) . Es sind positive (Zenblé) und eher negative (Der Verwerter Zappi, Yoda) Meinungen zu Globalisierung dabei. Eigene Erfahrungen zur Globalisierung werden uns mitgeteilt (JLT), Opfer betrachtet (Thomas Matterne) und Weisheiten zitiert (Toms Tam-Tam). [...]